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Ich bastle schon lange an einer Seite, die das alles zusammenfasst, was die Staaten für mich zu etwas Besonderen macht. Es sind nicht nur die Natur oder die Städte, sondern die kleinen Dinge und Situationen, die einem während einer Reise passieren.

Und das Amerikaner (fast) alle dick sind und sich ausschließlich von Burgern zu ernähren scheinen, ist nur der Anfang..

Typisch us-amerikanisch ist:

- das, was man als erstes sieht, wenn man sich im Landeanflug befindet. Die
  Art und Weise der Städtebebauung:



- auf den Ortseingangsschildern vieler Dörfer und Städte steht nicht nur der
  Name, sondern auch, wie hoch der Ort liegt, wieviele Einwohner er hat und
  wann er gegründet wurde.
  Vor allem im Westen sieht man immer wieder Schilder, auf denen steht:
  "Foundet 1882"

- Während in Deutschland Autobahnabfahrten der Reihe nach durchnummeriert
  sind, tragen Highway-Auf- bzw. Abfahrten in den Staaten zwar auch Nummern,
  allerdings richten sie sich nach den Meilenangaben der Straße.  
  (Beginnt ein Hwy in z.B. Denver und die nächste Abfahrt ist 12 Meilen entfernt,
  lautet die Abfahrt "Exit 12". Nächste Abfahrt weitere 10 Meilen = "Exit 22" usw.)

- der gelbe Strich auf der Straße, der die äußere linke Grenze der Fahrspur
   markiert macht einem immer wieder klar, in welchem Land man sich befindet..



- die Parkverbotszonen werden ebenfalls durch gelbe Farbe an den 
  Bordsteinkanten angezeigt

- Toilettentüren verdecken nur das Nötigste



- und 3lagiges Toilettenpapier ist da so dünn wie ein menschliches Haar

- wenn man in Supermärkten an Kaffeemahlmaschinen vorbei geht, liegt kein
   Kaffeegeruch in der Luft..

- diese "Einkaufswagen" werden vornehmlich von Menschen benutzt, die nicht
   alt, sondern extrem dick sind


- im Restaurant kommt die Rechnung unaufgefordert kurz nach dem Essen.

- bei Fastfoodketten und in Dinern wird die Rechnung an den Tisch gebracht,
  bezahlt wird aber am Eingang an der Kasse

nichts besonderes, und doch typisch, sind die verschiedenen Tierbilder als Schilder.

Esel und Hirsche sind dabei die am häufigsten auftretende Spezies.

Manchmal gibts noch Schildkröten, Bären, Büffel und Dickhornschafe..


- in Deutschland sind die Floskeln "kein Problem" oder "keine Ursache" oder
  "gern geschehen" Standard. In den USA oder auch in Kanada sagt man
  hingegen: "You're Welcome".

- alles Elektronische scheint aus der Vorkriegszeit zu stammen. Lichtschalter sind
   mehr als antiquiert (1x drehen für eine Lampe an, 2x drehen für die 2. Lampe
   an, 3x drehen für beide Lampen an und 4x drehen für alle Lampen aus)
   Und das Herausfallen des Steckers aus den Steckdosen ist obligatorisch..

- Häuser "beginnen" fast immer mit einem riesigen Garagentor


- bei uns gibt es evangelische und katholische Kirchen. Ab und an sieht man auch
   Gebäude für den jüdischen oder muslimischen Glauben, aber die Anzahl ist
   im Vergleich zu den Glaubensrichtungen in den Staaten verschwindend gering.
   Dort kann ein Ort mit 200 Einwohnern schon einmal 5 oder 6 verschiedene
   Kirchen haben: Anglikaner, Baptisten, Quäker, Lutheraner, Presbyterianer,
   Puritaner, Mormonen, Methodisten usw.

 


- bevor man sich abend ins Bett legt, kommt man nicht drum rum, einen Rundgang
   um das Bett einzulegen, um das Zudeckbett zwischen den beiden Matratzen
   hervorzuziehen. Bauchmuskeltraining...

- Straßen, sogar in kleinsten Orten, ähneln deutschen Autobahnen und einen
  Parkplatz finden, ist dort das kleinste Problem..


- An Ampelkreuzungen, an denen nichts angeschrieben steht, ist es erlaubt, bei rot
  rechts abzubiegen. Quasi wie in der DDR, nur ohne grünen Pfeil. Praktisch

- Getränke werden immer im Mischungsverhältnis 80:20 serviert.
   80 Eis, 20 Getränk. Furchtbar  

Wird in Deutschland an Straßen gebaut, werden Baustellenampeln aufgebaut. Das spart Geld und Mitarbeiter.

Nicht so in den Staaten. Dort gibt es anstelle der 2 Ampeln 3 Männer bzw. Frauen, die den Verkehr regeln. 2 Schilderhalter ("Stop" & "Slow") und eine Person, die in einem Follow me-Car sitzt, hinter dem man herfahren muß, sobald das Schild auf "Slow" gedreht wird.




- Motels sind einfachst gezimmerte Gebäude ohne jegliche Isolation. Standard sind
   Wände aus Pappe, Türen die nicht bündig schließen und einfachverglaste
   Fenster, die man nur im seltensten Fall öffnen kann

- Lichtschalter im Badezimmer sind zu 90% mit einem Lüfter gekoppelt. Ist man
  zu zweit unterwegs und einer muß nachts mal raus, ist mit Sicherheit der noch
  schlafende Teil auch wach...

- Ortschaften (Dörfer) sehen nicht aus, wie Ortschaften in Europa.
  Da kann es schon mal sein, daß es sich bei einem Dorf um 3 Häuser, 4 Ställe,
  5 alte Autos und einen Brunnen handelt. Das alles ohne System und total
  chaotisch.


(zum vergrößern bitte anklicken)


(zum vergrößern bitte anklicken)


- im Supermarkt gibt es Butter zum Sprühen und Käse, der nie im Leben Milch
  gesehen hat

- Süßes ist immer doppelt so süß, wie man es gewohnt ist. (Vorsicht bei Auto-
   matenkaffee von der Tankstelle. Pfui deibel..)

- deutsche Autobahnen haben eine Abbiegespur, auf die man fahren muß, um
  abzubiegen. In den Staaten wird die rechte Fahrspur zur Abbiegespur. Dadurch
  ist man mitunter schneller vom Highway abgefahren, als einem lieb ist


"ohne Worte"


- Es gibt nur 7 Richtungsangaben auf Highways: North, East, South, West,
   und Food-/Lodge-oder Gasexit's.
  Ist man also von Las Vegas nach L.A. unterwegs und hat Hunger, fährt man
  Richtung West und Food-Exit



- wenn es etwas genügend gibt, dann sind es Tankstellen. Meist sind es 4 an
   einer Kreuzung und alle haben unterschiedliche Preise.


- an Supermarktkassen wird einem die Ware direkt in Tüten gepackt. Bis vor
  kurzem wurde ich gefragt: "Paper or Plastik". Dieses Jahr hingegen gab es
  nur noch Plastiktüten


Fußweg in einem National Monument. "Parkbucht" inclusive


- Vorsicht beim Autofahren: Blinklichter haben die gleiche Farbe wie die Rücklichter
   und werden schnell mal übersehen. Vor allem, wenn das vorausfahrende
   Fahrzeug dann auch noch bremst

 

Camper ziehen PKW.

bei uns vollkommen unbekannt.







- wehe, man muß unbedingt die Fahrspur wechseln und befindet sich mitten
   im Feierabend- oder Highwayverkehr. Das Reißverschlußverfahren hat den Weg
   über den Ozean noch nicht geschafft. Am besten also, man weiß vorher, wohin
   man möchte...

- es gibt da die skurrilsten Fahrzeuge

  

- und manchmal haben sie sogar eine Straßenzulassung:



- auf dem Bike mit Helm fahren nur Turnbeutelvergesser oder
   Vorm-Kreisverkehr-Rechtsblinker



- auf Autobahnen Fahrrad fahren? Na sicher doch.



- nichts ist in den USA so groß, wie ein Parkplatz vor öffentlichen Gebäuden.
   Vor allem vor Supermärkten Marke Walmart kann er die Größe der Koblenzer
   Vorstadt erreichen.





  


- eine wunderbare Erfindung ist der Scheibensauberwischer an der Tanke mit
    einem "Fliegenschisswegschrubbkratzgitter". Genial.

- freiverkäufliche Medikamente gibt es ab 100er Packungen und das ganze zum
   Schnäppchenpreis. Jahrespackung Kopfschmerztabletten für 2,99$



Was man am Sprit an Geld spart, muß man für die Reifenluft investieren. 3 Minuten Luft für "nen Appel und nen Ei".

Wieviel Reifen schafft man in der Zeit?


Und wer zahlt das mit Kreditkarte?

 

- an Fußgängerampeln wird einem durch einen Sekundenzähler angezeigt, wie
   lange man noch grün hat. Klasse Idee.

das ist unter anderem der Grund, weshalb es in Deutschland keinen 1-Euro-Schein gibt. Sicher kämen Millionen Mitbürger auf die Idee, ihr Wohnzimmer damit zu tapezieren.

Was eine Unart


- aus den Wasserhähnen kommt immer gechlortes Wasser. Schmeckt und riecht
  scheußlich, soll aber keinerlei Nebenwirkungen haben

- alkoholische Getränke gibt es nur in großen Superstores oder in kleinen
   Liquor Stores.

- kauft man Wein oder Bier im Supermarkt und der/die Kassierer(in) ist unter
  21, wird er/sie von älteren Kassieren abgelöst. "Jugendliche" sollten nicht vor
  dem 21. Lebensjahr mit Alkohol, auch in abgepackten, in Berührung kommen.. 
 

- Man wird nach dem Ausweis gefragt, bis man aussieht wie 40. So gehen die
  Verkäufer sicher, daß man auch wirklich 21 ist.

- geht man irgendwo frühstücken, gibt es (meistens) Kaffee bis zum abwinken.
  Free Refill so oft man möchte. Kaffee ist in den USA lang nicht so stark wie bei
  uns und von daher ist das viele Trinken kein Problem. Nur für die Blase... 

- apropo Essen:

Egal, ob im Frühstücks-Diner oder im Steakrestaurant, man wird plaziert.

Wer sich ohne zu fragen an einen Tisch setzt, wird zwar nicht rausgeschmissen, aber möglicherweise igoriert.


 
- im Bereich größerer Städte gibt es bei mehrspurigen Straßen eine sogenannte
  "Car Pool Lane". Auf dieser Spur dürfen nur Autos mit mindestens 2 Passa-
  gieren fahren.


- man kühlt Lebensmittel nicht mit Kühlakkus, sondern mit Eis. Dieses gibt es über-
   all. An Tankstellen, Supermärkten, Motels und anderen Einrichtungen des
   öffentlichen Lebens.

- nirgendwo gibt es so schöne Wolken-(formationen), wie in den USA.






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