Mietwagen:
1. Choiceline
2.
Tanken
3.
Tempomat
![]() | Zuerst ein allgemeiner Hinweis: Bei der Mietwagenbuchung sollte man aufpassen, daß alle notwendigen Versicherungen im Paket enthalten sind. In den Staaten gibt es, im Gegensatz zu anderen Ländern, nur eine geringe Mindestsumme bei Haftpflichtversicherungen, die im Höchstfall 20.000$ abdeckt. Das mag für einen umgefahrenen Weidezaun genügen, aber wehe, es kommen Menschen zu Schaden..
Bei dt. Buchungsmaschinen (usa-mietwagen.de, holidayautos.de, oder billiger-mietwagen.de)
ist eine erweiterte Haftpflicht (EP) bereits enthalten oder kann ohne große
Mühe bei Suche ausgewählt werden. Wenn man denn möchte. Man kann das Risiko aber auch eingehen und im Schadenfall einen Kredit aufnehmen... |
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Zurück zum Thema Mietwagen in den USA:
Ist man dann nach meist 24h Wachsein endlich am Ziel, hat alle Formulare und
Fingerabdrücke abgegeben und alle 120t Gepäck sind angekommen, hat man
wiedermal 2 Möglichkeiten:

Entweder man läßt sich zur Unterkunft bringen oder man fährt selber.
Ersteres
ist gut, wenn man sich in einer Stadt befindet, in der man für eine gewisse
Zeit nicht aufs Auto angewiesen ist.
Las Vegas oder New York z.B.
Aber ich gehe jetzt mal vom Normalfall aus und sage:
Ab zum Mietwagenschalter !
Wir haben also unseren Voucher (Buchungsbeleg) in der Hand und gehen zu unserem
Vermieter bzw. werden von einem Shuttle dahin gefahren.
Und wieder haben wir 2 Möglichkeiten:

Entweder, wir versuchen uns am Self-Service-Schalter oder wir machen es, wie
gewöhnlich: wir stellen uns an den normalen Kundenschalter an und warten, bis
wir dran sind.
Unter Umständen dauert es bis 2 Stunden und wenn man bereits seit 24h wach ist,
macht das auch "riesigen Spaß", aber in aller Regel ist man nach 30
min "abgefertigt".
Noch ein Tipp für alle USA-Erstreisenden:
Es ist meist üblich, daß einem die netten Damen und Herren am Schalter alle
möglichen Zusatzversicherungen und Sonderkonditionen aufschwatzen wollen und
das unser gebuchtes Paket lange nicht ausreichend und eigentlich ja unser Auto
viel zu klein für uns ist und ob wir denn nicht ein Upgrade für NUR 30$ pro Tag
buchen möchten und in dem Fall sage ich: N E I N. Wir haben alles. Wir sind
zufrieden mit dem, was wir gebucht haben und das Auto ist ebenfalls groß genug.
(Außer, man möchte sich wirklich nochmal umentscheiden und eine größere
Wagenklasse nehmen). Aber auch hier würde man, im Gegensatz zu Dt. draufzahlen.
Sind alle Papiere vollständig, man taucht in dem Mietwagenfirmencomputer auf,
es wurde alles geprüft und für gut befunden, hat man mal wieder 2 Möglichkeiten:
Entweder, man bekommt die Schlüssel zu einem Wagen seiner gebuchten Kategorie
oder aber man wird zum Parkdeck geschickt und darf SELBST WÄHLEN !
Und da sind wir auch schon beim Thema aller Themen:
Choiceline
Was ist eine Choiceline?
Erst einmal: hier kann man nachlesen, bei welchen Firmen
an welchen Flughäfen dieser Service angeboten wird.
So, dann will ich mal versuchen, zu erklären, worum es da geht.
Bevor man in die USA reist, weiß man für gewöhnlich, was man dort alles sehen
will und wer dieses Land kennt, der weiß: unter 4000km läuft meist gar nichts.
Im ersten Moment hört sich das nach verdammt viel an und nach Blasen am
Hintern..
Dem ist aber nicht so, denn das Auto fahren ist 100x entspannter, als hier in
Dt.
Und da man weiß, was auf einen zukommt, möchte man natürlich das bestmöglichste
Gefährt.
Bei der Buchung hat man deshalb die Möglichkeit aus meist 10 (oder mehr) Kategorien auszuwählen:
Kleinwagen
Kompaktwagen
Mittelklasse
Oberklasse
Superklasse (ich wills jetzt mal so nennen)
SUV klein
SUV mittel
SUV groß
Cabrio
7-Sitzer etc.
Was da nicht dabei steht: welches Auto.
Besteht jetzt aber jemand wirklich auf einen Chrysler oder Ford oder Chevrolet,
wirds kritisch. Außer: er bucht bei Alamo oder National. (die beiden Firmen
hängen allerdings irgendwie zusammen).
Dort hat man, wenn man das Parkdeck erreicht, die Qual der Wahl, denn man kann
sich sein "Traumauto" aussuchen.
Als Bsp:
Ich habe ein Auto der KATEGORIE "SUV mittel" gebucht, also
gehe ich zur Reihe "SUV-mittel" und kann mir, wenn denn vorhanden,
aus diversen Wagen einen rauspicken, der mir gefällt.
Welche Farbe soll es sein? Wieviele km hat der Wagen runter? Hat er 4WD oder
nur 2Radantrieb? 2 oder 4 Türen? (wobei ich noch nie nen Zweitürer gesehen
hab).
Choiceline bedeutet also: ICH suche MIR ALLEINE meinen Wagen aus der von MIR
GEBUCHTEN Kategorie aus, packe alle meine 120t Gepäck in den Kofferraum, setze
mich hinein, dreh den Zündschlüssel, der bei den Verleihfirmen mit Choiceline
immer steckt, um und fahre vom Hof.
Ich muß NICHT warten, bis mir ein Auto zugewiesen wird.
Manchmal hat man natürlich Glück (oder auch nicht) und in der gebuchten
Kategorie steht grad kein Auto da, da kann man sich meist auch, mit vorheriger
Absprache, ein Wagen der nächst höheren Kategorie nehmen.
Aber bitte vorher fragen, damit es an der Ausfahrt keine bösen Überraschungen
gibt.
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Was gibt es noch zum Thema Mietwagen zu sagen?
Alle amerikanischen Autos haben Automatikschaltung, an die man sich schon nach
wenigen km gewöhnt hat. Oder auch nicht...
Je nachdem.
Es macht aber auf alle Fälle Spaß, in Amiland mit dem Auto unterwegs zu sein,
da alles viel entspannter zugeht aber ich glaube, das sagte ich schon.
Noch ein Tipp, falls eine Kanadareise geplant ist:
Mietwagen kosten in den USA einiges weniger.
Bsp: Midsize SUV, 3 Wochen September, Ü25
ab/bis Seattle

ab/bis Vancouver

Vergleichen lohnt also, sollte man grenznah unterwegs sein.
tanken
Auch hier gibt es massig Unterschiede zu deutschen Tankstellen, mal abgesehen
davon, daß man in USA mit $$ bezahlt.
Während man in Dt. an die Zapfsäule fährt, aussteigt, Tankdeckel öffnet, tankt,
Tankdeckel schließt und dann im Store an der Kasse zahlt, läuft es in den USA
so ab:
(Eigentlich hat man auch hier wieder 2 Möglichkeiten, aber...ach egal)
Man fährt an die Zapfsäule und erkundigt sich ERST, WIE MAN HIER BEZAHLT.
So mache ICH es jedenfalls, denn die Sache mit der PLZ will bei mir nie so
recht klappen. Ich nehm am liebsten die Variante mit der Kreditkarte und dem
Snoozle..
Ok, und das geht folgendermaßen:
Wie gesagt, wir stehen an der Zapfsäule und überlegen erstmal: WIE war das
gleich nochmal...?
Ok, erstmal Tankdeckel auf.
Was kommt rein?
87 Oktan.
(Alle Mietwagen fahren mit Normalbenzin. Also die kleinste Oktanzahl)

An den meisten Zapfsäulen
muß man ERST beweisen, daß man zahlen kann, erst dann fließt Benzin..
Man nimmt also seine Kreditkarte und schiebt sie in den dafür vorgesehenen
Schlitz und entnimmt sie gleich wieder. Danach drückt man auf die
"87" (push here) und haut den Tank voll.
Wichtig ist jedoch: das, was da an Menge angezeigt wird, sind keine Liter,
sondern Gallonen. Momentan kostet 1Gal ca. 2$. 1 Gal = 3,8L. 3,8L kosten also
ca. 1,65€, was ca 40ct der Liter ist. Wie gesagt: hau voll den Tank. ![]()
Wenn der Snoozle klackt (Tankzapfen), ist das Auto voll und der Vorgang wurde
erfolgreich abgeschlossen. Nur noch das Receipt ausdrucken (für die
Buchführung) und man kann die nächsten 1000km in Angriff nehmen. Außer, das
Auto schluckt 12 Liter und mehr...
Es gibt noch andere Arten des Tankens, u.a. muß man den Hebel am Snoozle
hochziehen, um tanken zu können und nach beenden, wieder runterklappen, damit
der nächste nicht auf deine Kosten tankt und manchmal muß man seine Kreditkarte
im Store abgeben, bevor man tankt und manchmal muß man seine PLZ eingeben und
machmal akzeptieren sie auch nur cash und manchmal.... ![]()
Ein Hoch auf die deutsche "Zapfkultur"
In den USA gelten strengere Richtlinien, was den Straßenverkehr angeht. Wer in
Dt. zu schnell fährt, löhnt 10-30€ (bei leichten Verstößen). Da ist es
allerdings ein wenig anders. Schnell ist man bei 100-300$, wenn der Officer nen
schlechten Tag hat.
Meist haben Touristen aber Glück, weil dem Sheriff der Papieraufwand zu hoch
ist, den er haben würde, wenn er einen ausländischen Fahrer
"anschwärzt". Zu 99% kommt man mit einer Verwarnung davon, die einem
aber auch so gehörig den Arsch aufreißt, denn amerikanische Cops sind mit
deutschen in keinster Weise zu vergleichen.
Dort hat man Respekt.
Wenn man 4000 und mehr km unterwegs ist und hinter jeder Kuppe ein Police
Officer auf Lauer "liegen" könnte, muß man eine Vereinbarung mit sich
treffen.
Es ist schwer, ein Speed Limit von 60mph einzuhalten, wenn noch 300 mi zu
fahren sind. Und weil es so schwer ist, hat der amerikanische Bürger den
Tempomaten erfunden.
Er ermöglicht es, die Geschwindigkeit einzuhalten und läßt einem auch genügend
Zeit und Raum, sich die Gegend anzuschauen.. ![]()
Und da, besonders auf High- und Freeways ALLE diese Spielerei benutzen, ist es
ein sehr angenehmes Fahren.
Die Straßen sind breit, sehr breit sogar, meist gibt es auch mehr als nur 2
oder 3 Spuren und gedrängelt wird hier auch nicht.
Ein Hoch auf.... ja, ok, schon gut.
Wie funktioniert er?
Normal hat man am Lenkrad 4 Schalter.
Einen An-, einen Aus, einen schneller u. einen langsamer-Schalter.
Erst anschalten. Normal erscheint dann irgendwo beim Tacho eine kleine Uhr oder
eine andere Anzeige.

Ich hab es dann immer so gemacht: einfach auf's "+" gedrückt und das
Gas Gas sein lassen. Das Auto fährt ab dem Zeitpunkt die eingestellte
Geschwindigkeit.
Drückt man dann wieder "+" oder "-", verändert sich die
Geschwindigkeit in jeweils Einerschritten.
Drückt man "Cancel" oder geht auf die Bremse, schaltet sich der
Tempomat aus. Tritt man aufs Gas, wird er schneller und hält dann DIE
Geschwindigkeit.
Ne feine Sache.
Auf sehr lange Strecken hin fördert es aber die Müdigkeit, da man außer lenken,
nichts zu tun hat. Und manchmal nicht mal das...

