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Einreise und Weiterflug:



Das spannendste Thema überhaupt.
Bevor es jedoch soweit ist, hat der geneigte USA-Tourist die Planung gesetzt. Wären wir Pauschalurlauber, gäbe es für uns nur maximal 2 Möglichkeiten ins Land zu kommen: entweder du nimmst den Flieger oder du nimmst ihn nicht.
Naja, ist doch so: fliege ich nach Kreta oder nach Gran Canaria, suche ich mir einen Flughafen aus und schau, welcher Flug in die Richtung geht.
Oft ist es nämlich nur einer und der geht irgendwann morgens zwischen 5 und 6 Uhr.

Bei Individualtoristen, die Linie fliegen, eröffnen sich hingegen ganz neue Möglichkeiten.
Nicht nur, daß man mehrere Flüge pro Tag auswählen kann, man darf sich sogar die Uhrzeit UND die Airline selber aussuchen, die einem gefällt.
Bin ich also ein Langschläfer oder wohne nicht zufällig an einer Startbahn, ist es von Vorteil, wenn der letzte Flug nicht schon 9 Uhr morgens geht.

Hab ich mich dann entschieden, wie und mit was ich fliegen möchte, kommt schon das nächste Problem auf mich zu: fliege ich Nonstop oder möchte ich mir zwischendurch mal die Beine vertreten?

(Ein Hinweis zwischendurch: Ein Direktflug muß NICHT zwingend auch ein Nonstopflug sein. Direkt bedeutet meist nur: ohne Umwege oder längerem Aufenthalt am Umsteigeairport. (Bsp: FRA - LHR - DEN)
Ein Nonstopflug würde so aussehen: FRA - DEN)

Ich bevorzuge, wenn ich nicht grad an die Ostküste fliege, Flüge mit einem Zwischenstop, denn 12 oder 14 Stunden in der Sardinenbüchse zuzubringen, ist nicht wirklich prickelnd.

Was sollte man beachten:

1. die Dauer des Zwischenstops ist flughafenabhängig, aber man sagt, daß es
    mindestens 150min sein sollten. 3 Stunden wären optimal, denn
2. man muß eine Einreiseprozedur über sich ergehen lassen (sie ist unten
    beschrieben)
3. sein Gepäck abholen und später wieder abgeben
4. sich informieren, wo der Weiterflug abgeht

Zu letzterem möchte ich (an einem Bsp.) noch ein paar Tipps loswerden:



Angenommen, wir fliegen von Frankfurt (FRA) über Chicago (ORD) nach Las Vegas (LAS):

In Frankfurt ist es noch einfach, denn es gibt nur 2 Terminals. Landet man hingegen in Chicago, sieht es schon anders aus.

Ich bin jemand, der es ganz genau wissen möchte und so überlasse ich nichts dem Zufall, was das Umsteigen angeht. Also: wo lande ich und wo starte ich wieder?

Informationen über Flüge und Zeiten und Terminals und Gates gibt es mittlerweile auf (fast) jeder Homepage des jeweiligen Flughafens (Bsp. ORD) oder direkt bei der durchführenden Airline.

 

Ich finde es beruhigend, wenn man schon vor der Landung weiß, wo man als nächstes hin muß. In Chicago landet man meist in Terminal 5 (International Flights) und fliegt weiter ab Terminal 1.
(hier ist es also wichtig, daß man bei der Buchung des Fluges darauf achtet, daß da nicht steht:
FRA - ORD 8-12pm Uhr und ORD - LAS 1pm-19 Uhr. Den Anschlußflug kriegt man nie...)


USA-Terminalmaps.

Informationen, welches Gate es ist, findet man an den Anzeigetafeln oder im Internet. (die Anzeigentafeln sind oft die letzten, die es wissen. Passagiere sollen sich nämlich so lange wie möglich in den Shoppingzonen aufhalten)

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Nach der (Zwischen-) Landung:

Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern dieser Erde, kann man sich aber nie sicher sein, überhaupt in das Land hineingelassen zu werden.
Besonders schwierig gestaltet sich das, sollte man bei der Einreiseprozedur eine dieser Fragen mit "ja" beantworten.

(Anm.: diese grünen Scheine gibt es ab dem 1.Juli 2010 nicht mehr. Sie wurden jetzt komplett durch das elektronische Einreiseformular (ESTA) ersetzt)



Apropo Prozedur:

Seit Januar 2009 muß man sich  BIS 14 TAGE VORHER auch online für eine USA-Einreise "anmelden" und quasi um Erlaubnis fragen, ob man überhaupt willkommen ist.

Update 20. August 2010:

Ab dem
8.Sept, 2010 kostet das Erteilen der Genehmigung 14$/10,50€.


Sollte dann am Ende stehen: "Genehmigung erteilt", ist man 2 Jahre alle Sorgen los, außer, der Einreiseofficer meint etwas anderes oder aus einem angekreuzten "nein" wurde plötzlich ein "ja". (Was ne blöde Idee wäre...)
Oder der Reisepass läuft vor Ende der 2 Jahre aus.


Auch bei der Zollerklärung, die man sicher weiterhin im Flieger ausgehändigt bekommt, bitte NIE ein "Ja" ankreuzen!!

 



Grenzbeamte der USA können außerdem sehr pingelig sein, wenn man auf diesem oder anderen Formularen die 7 mit einem Querstrich und die 1 als Häckchen schreibt.

7 = 7 und 1 = l, denn sonst könnte man ja die 1 mit der 7 verwechseln oder andersrum...

So, jetzt mal ne Zusammenfassung:

1. Esta ausfüllen und Genehmigung holen
2. Ein, bis mindestens bis Reiseende gültiger Reisepass sollte immer
    griffbereit sein. Man hat Erlaubnis, 90 Tage in den Staaten zu bleiben. Anders
    verhält es sich, sollte ESTA früher auslaufen.
    (Bsp. mein ESTA ist gültig bis April 2012 (wenn ich es nicht vorher verlänger).
    Würde ich im März 2012 in die Staaten reisen, hätte ich nur eine
    Aufenthaltsgenehmigung bis zum jeweiligen Datum im April. Egal, was der Pass
    "sagt")
3. Auch mitreisende Kinder brauchen einen eigenen Pass.
4. Führerschein
5. nicht mehr als 2 Gepäckstücke á 23kg pro Person packen
    (Anm.: seit Nov.09 transportieren die meisten Fluggesellschaften nur noch EIN
    Gepäckstück gratis, das zweite kostet bis 50€ extra) + 1 Handgepäckstück
6. keine Flüssigkeiten und sonstige als Waffen einsetzbare Dinge im Handgepäck
7. bei der Immigration (1. Zwischenstop auf amerikanischem Boden) oder
    am Ziel des Nonstopfluges nett zum Officer sein, der einem so wichtige Fragen
    stellt, wie: Warum sind sie hier? Wie lange bleiben sie? Wieviel Geld haben sie
    dabei und wo ist ihre erste Unterkunft?
8. Scherzantworten ('haben sie Waffen einstecken?' Antwort: 'klar, nen kleines
    nukleares Waffenarsenal trag ich IMMER bei mir!') werden NICHT toleriert.
    Seit dem 11. September versteht da KEINER mehr Spaß und man kann davon
    ausgehen, dieses Land vor 2050 nicht mehr betreten zu dürfen...

  9. Fingerprint und Iris Scan 
10. Stempel in den Pass abwarten
11. erleichtert ausatmen...
12. jetzt wieder lächeln
13. sollte man hineingelassen werden, gibt       man beim Zoll im Vorbeigehen das
      "weiße"Formular ab

14. Koffer am Band abholen und, sollte es
      einen Anschlußflug geben, hinter der
      nächsten Tür wieder abgeben

       ("Connecting Flights")
15. nächstes Abfluggate suchen
16. alle am vorherigen Abflughafen oder  
      im Flieger gekauften Getränke
      entsorgen, da sie ab jetzt wieder als
      gefährliche Flüssigkeiten eingestuft
      und nicht mit an Bord genommen

      
werden dürfen  
 

    17. (evtl.) xter Sicherheitscheck
    18. nach 24h völlig übermüdet am Zielflughafen ankommen und NICHT durch
          die Immigration gehen, sondern Richtung Baggage Claim oder Ausgang oder
          Mietwagenstation gehen bzw. fahren


Na, war doch gar nicht so schlimm, oder? 



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