Tag 11 - 6. Mai
Als ich aus dem Fenster sah, lachte mir mal wieder die Sonne entgegen
und der Temperaturfühler meinte: kalt.
Was eine Mischung..
![]() | Ich war hier mehr oder weniger mitten in der Wüste und draußen hatte es Temperaturen wie in der Tundra zur Schneeschmelze. Ich ging dann einfach davon aus, daß es sich schon im Laufe des Tages erholen wird,
packte meinen Kram zusammen, gab den Zimmerschlüssel im Laden ab und
mußte nun doch in den sauren Apfel „3,39$“ beißen. Zum Glück paßten nur 4
Gallonen in den Tank, sodaß sich die Kosten in Grenzen hielten. zumal die eigentliche Strecke schon wieder in 5 Stunden abgehakt sein sollte. |

Lieber
hatte ich zu viele Ziele auf meiner Reise, als zu wenig. Lieber
streiche ich ein paar Punkte, als das ich kurz nach dem Mittagessen
wieder im Motelzimmer hockte.
Bevor ich allerdings baden gehen
konnte, wartete mal wieder ein Highlight auf mich, von dem ich erst die
letzten Monate etwas mitbekam. Man sieht zwar hin und wieder Bilder
davon, aber selten macht man sich Gedanken dazu, wo sich dieser Ort
befindet. für den Normaltourist ist dieses Fleckchen Erde auch eher
zweitrangig, denn es gibt ja viel größere und schönere Dinge zu sehen.

Wer
allerdings häufiger die Staaten bereist, braucht immer wieder neue
Ziele, damit ihm nicht langweilig wird. Und mal ehrlich: immer nur
Grand Canyon ist auf die Dauer sicher auch nicht das Wahre.
Nicht weit nach Hanksville bog ich also von der UT95 nach Westen ab und gelangte nicht wenig später nach Ägypten.
Nach Klein Ägypten.



Ich fuhr also da ein wenig langsamer, konnte aber irgendwie nichts entdecken bzw. es sah auf den ganzen Meilen alles gleich aus. Rote Felsen mit Einschnitten gab es hier viele und so gab ich wieder Gas, und fuhr schnellen Fußes Richtung Lake Powell.
