Organisierte Reisen sind das Sahnehäubchen der Torte.
                              Reist man individuell, kommt man auch an die Kirschen heran.

                                                                                  ich


18.Mai 2015                                                              23°C


Diesmal war die Fahrzeugreihenfolge eine andere:
Auto – Linienbus – InterCityExpress – Airport Shuttle – Bus  – B747-400 – Air Tram – Mietwagenshuttle – Hyundai Tucson.
Und das alles in 14 Stunden und vor allem: reibungslos.

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Die Route verlief weit nördlich und die Ausblicke waren phantastisch. Ich hab noch nie so viel über Grönland und Nordkanada gesehen, wie in diesem Jahr. Es war toll.
Das Inseat Entertainment war dagegen so lala. Die 2 Filme mit Ben Stiller waren in Ordnung, der Rest war in meinen Augen Müll.






alle Fotos lassen sich anklicken und vergrößert in meinem Picasa-Album ansehen.
Bei vielen Bildern ist auch eine Karte mit genauer Position dabei


Die Verpflegung an Bord war für meine Begriffe erstklassig. Es gab 2 warme Mahlzeiten: beim ersten Mal entweder Hühnchen Picata oder Beef Stroganov und beim zweiten Schwung gab es entweder Reis mit Hähnchenklopsen oder Nudeln in Pesto. Und da ich Pesto nicht zwingend mag…





konnte man essen..


Zu trinken wurde reichlich kredenzt. Die „Bar“ wurde nämlich hinter meinem Sitz auf der Notrutschenhülle am Ausgang aufgebaut. Ich mußte mich nur auf dem Sitz umdrehen und konnte mir und meinem Sitznachbarn nachschenken, so oft ich oder er wollte.


ein Blick auf Highways von oben und ich weiß: gleich bin ich da


Die Einreiseprozedur, also vom Eingang in den Verhörraum bis zum Verlassen desselben mit dem Gepäck, dauerte gefühlte Ewigkeiten. Dabei hatte alles so super begonnen. Ich durfte nämlich als ESTA-Wiederholungstäter den Automaten benutzen. Die Reihe davor war endlos, aber ständig in Bewegung. In 1 Minute stand ich vor besagtem Corpus delicti und … es war easy.
Deutsch als Sprache wählen, Pass scannen, ja, ja, ja, nein, nein, nein per Touch klicken, Foto machen lassen, Quittung entnehmen und sich beim Officer anstellen, der das Ticket in Empfang nahm.
Nur das er genauso viele und blöde und zu schnell gestellte Fragen stellte, wie schon 2012. Es hat ewig gedauert, bis ich ihn verstand und ihn zufrieden stellte.
Mein Koffer war dann einer der letzten, der eintrudelte und den im Flieger ausgefüllten Zollwisch hat der Beamte, der mich als letztes begrüßte, in Müll geworfen. Der Automatenausdruck hat ihn vermutlich zufrieden gestellt.

Was kam als nächstes?
Der lange Weg zum Mietwagen. Und in dem Fall finde ich Seattle etwas zu kompliziert.
Erst sucht man ewig den Weg nach draußen zum Shuttle und dann am Mietwagenzentrum ewig den Stellplatz vom Alamomietwagen. Der ist nämlich am Busausstieg nicht angezeichnet. Nur der Counter. Doch zu dem brauchte ich dank des Bypasstickets nicht.
Die Nationaldame am Returnschalter hat mir dann den Weg gewiesen.
Waren es 2012 noch 2 Wagen in der 2-Wagenlinie, waren es diesmal ca. 8 Wagen in der 10-Wagenlinie.





Mein Wunschwagen, ein Escape war nicht dabei, aber ein mausgrauer Hyundai Tucson war auch recht hübsch. Er hatte AWD, eine Rückfahrkamera, kein Sirius (das stellte sich später als falsch heraus) und 20.000 Meilen auf dem Buckel. Alles andere, was da rumstand war in meinen Augen furchtbar.
Familien-Van-Kutschen und so Zeug.



Als ich das Rentalcarcenter verließ, war es bereits nach 14 Uhr.
Margret hatte heute folgende Aufträge: Wal-Mart, Point Defiance Park, Motel.
Zum Wal-Mart brauche ich nicht viel schreiben, es war das Übliche.
Hunger. Durst. Iboprofen.
Mental war ich trotzdem noch nicht angekommen. In meinem Kopf flirrten noch so viele Dinge umher.
Wo bin ich? Was bin ich? Wie spät ist es? Was mache ich hier? Müde.
Vom Park gibt es nur ein kurzes Video, weil mir da meine ersten Racoons (Waschbären) des Lebens vors Auto liefen, ansonsten war es dort nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.



Geplant war, daß Auto irgendwo abzustellen, ans Wasser gehen, durchatmen, runterkommen.
Aber man kam von dort nicht zum Wasser, weil man sich auf einer Art Steilküste befand. Man durfte nur gucken. Nicht anfassen. Keine Fotos.

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das weiße große Infofenster schließt sich, wenn man mit der Mouse kurz in die Karte tippt


16 Uhr war ich im Motel irgendwo südlich Tacomas und ging bis zum Einschlafen meinen Dingen nach. Vor allem Duschen und mich zuhause melden, Grönlandüberflugbilder sichern, schlafen.
Anreisetage sind mental anstrengend.
Mit dem Reisen fange ich deswegen lieber erst morgen an.


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